Im Daoismus ist Unsterblichkeit bzw. Langlebigkeit ein zentrales Motiv. Demgemäß hat in China die Suche nach der sogenannten Pille der Unsterblichkeit eine lange Tradition.

Die Suche

Vor allem die chinesischen Kaiser, welche eine krankhafte Angst vor dem Sterben hatten, suchten nach Mitteln und Wegen ihre Leben zu verlängern und die Spuren ihres Lebensstils auszugleichen. Schließlich wurden sie vom Volke als Götter betrachtet und hielten sich selbst für „Söhne des Himmels“. Sie sandten Kundschafter in alle Himmelsrichtungen aus und probierten hinterher allerlei merkwürdige Extrakte und magische Sunstanzen von ihren Pharmakologen, die sie für Unsterblichkeitsmedizin hielten. Doch viele dieser Elixiere waren wirkungslos oder sogar giftig und bewirkten eher das Gegenteil. Und so endete das Leben der chinesischen Kaiser spätestens nach sechzig bis siebzig Jahren. Es wird vermutet, dass dabei im Laufe der Zeit, so einige chinesische Kaiser unter anderen an Quecksilbervergiftung starben.

Die Legende des Hui Chun Gong

Im 12. Jahrhundert drang jedoch die Kunde, von Mönchen die 120 Jahre alt wurden und dabei sowohl geistig als auch körperlich frisch blieben, an das Ohr des Gelben Kaisers. So befahl der Kaiser diese daoistische Priester zu seinem Hofe und fragte sie nach dem Geheimnis der Jugend. Die Mönche die sich dem Studium des Daoismus widmeten, berichteten ihm, dass sie in den langen Stunden der Meditation, Energiekanäle im Körper erfahren hätten, durch die der menschliche Körper die Kräfte des Himmels und der Erde aufnähme. Daraufhin entwickelten sie einige ganz einfache Übungen, um den Körper mit diesen Energien aufzutanken. Das war im Prinzip das ganze Geheimnis.

Der Legende nach verpflichtete der Kaiser die Mönche, die Kunst dieser Bewegungen ausschließlich ihm zu lehren. Es war den daoistischen Priestern demzufolge untersagt, diese Form der Verjüngungskur jemand anderen zu unterrichten.