Meditation

Ruhe, Stille, Ausgeglichenheit, das Geplapper im Kopf ausschalten, nach innen lauschen, ganz bei sich selbst ankommen. – Das sind meist die Ziele, die mit einer Meditation verfolgt werden. Es gibt viele Wege dies zu erreichen. Meditation bedeutet nicht nur, still dazusitzen, abgewandt von der äußeren Welt. Nein! Meditation kann auch Bewegung beinhalten. Malen, Tanzen, Tai Chi, Qigong, Wandern. – Im Prinzip können auch alltägliche Routinearbeiten meditativ ausgeführt werden. Dazu muss man nur ganz im Hier und Jetzt sein. Die Routine unterbrechen, den Autopilot ausschalten und wie ein kleines Kind die ausgeführte Tätigkeit neu entdecken und ganz darin aufgehen.

Meditation in Stille

Das Stille Qigong wird äußerlich betrachtet ruhig ausgeführt, sollte aber in seiner Wirkung nicht unterschätzt werden. Zwei der wichtigsten Meditationen sind das innere Lächeln und der Kleine Kreislauf. Das innere Lächeln stärkt die inneren Organe und beim Kleinen Kreislauf lernt man die Energie auf zwei Meridiane mit Hilfe der Aufmerksamkeit durch den Körper zu führen.

Da meist nur mit der Vorstellungskraft gearbeitet wird, manchmal kommt unterstützend die Atmung hinzu, können auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen vom Stillen Qigong sehr profitieren. Die Meditation wird sitzend, liegend oder stehend, wie z.B. bei Stehen wie eine Kiefer, ausgeführt. Die Wirbelsäule sollte in jeder Stellung gerade ausgerichtet sein.

Meditation in Bewegung

Wie ich schon oben geschrieben habe, eignen sich im Prinzip alle möglichen Bewegungen für die Meditation. Im Qi Gong und im Tai Chi werden Bewegungen und Bewegungsabläufe ausgeführt die im normalen Alltag selten vorkommen. Dadurch wird der Geist von den alltäglichen Problemen abgelenkt und hat so die Chance zur Ruhe zu finden.

Je nach Übung kommen eine zielgerichtete Aufmerksamkeit, Vorstellungskraft und oder die Atmung zum Einsatz.

Meditation beeinflusst Gehirn und Geist positiv

Bei wissenschaftlichen Untersuchungen, wo bei Meditierenden die Gehirnströme gemessen wurden, stellte man deutliche Veränderungen in der Hirnstruktur fest.

Das Ergebnis: Weniger Dichte der grauen Substanz an der Amygdala, die für die Verarbeitung von Stress und Angst wichtig ist. Dafür aber mehr Dichte im Hippocampus und Regionen, die für Selbstwahrnehmung und Mitgefühl zuständig sind.
(Quelle: https://www.welt.de/wissenschaft/article123325891/Wie-Meditation-Gehirn-und-Geist-veraendert.html)

 Der Nutzen von regelmäßigem Meditieren 

Durch die regelmäßige Durchführung von Meditationsübungen wird die Körperwahrnehmung geschult. Man merkt schneller, wenn man über seine Grenzen geht. Das innere Gleichgewicht und die Harmonie werden gefördert, das Loslassen von kreisenden Gedanken und belastenden Gefühlen fällt leichter.

Verspannungen werden besser wahrgenommen und können so leichter losgelassen werden, was eine bessere Durchblutung zur Folge hat und so die Regeneration fördert.

Weiterhin wird die Achtsamkeit gesteigert. Beispielsweise lernt man Kleinigkeiten wieder zu schätzten, wie eine schöne Blume am Wegesrand oder Vogelgezwitscher.

Letztendlich wird man insgesamt belastbarer und fühlt sich in seinem Körper wieder wohl.